Gemeinschaft wollen

Wir wünschen uns zwischenkirchliche Gemeinschaft. Durch diese werden wir bereichert, diese bewahrt uns vor Selbstzentriertheit und es ist allgemein schön,  noch unbekannte Menschen kennen zu lernen und zu merken, dass man Glauben ganz unterschiedlich leben kann und trotzdem denselben Gott anbetet.

Gemeinschaft sollen

Für zwischenkirchliche Gemeinschaft muss man zuerst definieren, was eine Kirche ist. Kirche geschieht, wenn die Ortsgemeinde sich "in Glauben und Bekenntnis um das Wort Gottes versammelt" (vgl. Swarat, Uwe (Hg. u. Vf.), Die „Autonomie“ der Ortsgemeinden und ihre Gemeinschaft, S. 115). Verschiedene Kirchen verstehen manchmal aneinander bestimmte Lehrmeinungen oder Glaubenspraktiken nicht. Dennoch bleibt festzuhalten, dass alle christlichen Gemeinden in Gottes Augen vollwertige Kirchen und einander Glaubensgeschwister sind, auch wenn sie Detailfragen unterschiedlich handhaben.

In Jh17,22 sagt Jesus: „Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, dass sie eins seien, wie wir eins sind.“ Das bedeutet: Zwischenkirchliche Gemeinschaft ist Jesu Wille und er befähigt seine Jünger dazu. Die Einheit zu ignorieren wäre mit Jh17,22 eine Versündigung (Ungehorsam)  und das Ausschlagen eines Charismas (Gottesgabe).

Gemeinschaft regeln

Auch zwischenkirchliche Gemeinschaft muss geregelt werden.

Mit der „Ordnung zum Selbstbestimmungsrecht“ haben Baptistengemeinden in ganz Deutschland ihre Zusammenarbeit geregelt.

Mit der „Charta Oecumenica“ haben Kirchen in ganz Europa Leitlinien für die Zusammenarbeit verabschiedet, bei denen sie sich ebenfalls auf Gemeinsamkeiten und Toleranzen selbst verpflichten.

Diese beiden Werke sind für uns als Philippusgemeinde Grundlage für zwischenkirchliche Gemeinschaft.